Start Projektarbeit Allgemein

Koordinator Gesundheitsfachkräfte

Modell zur Entwicklung neuer Struktur im Gesundheitswesen vor allem für Heilberufe – Koordination der beruflichen Anerkennung von ausländischen Gesundheitsfachkräften im Freistaat Sachsen

(RL Heilberufe des Sächs. Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz)

Zielstellung:

Aufbau einer Vernetzungsstruktur fachlich geeigneter Qualifizierungspartner zur Absicherung des bedarfsgerechten Angebotes bei Anpassungsqualifizierungen bzw. Vorbereitungslehrgängen zur Kenntnisprüfung in Sachsen sowie Verbesserung der Prozessabläufe hinsichtlich der Qualifizierung, Integration und qualifikationsadäquaten Beschäftigung von ausländischen Fachkräften in den Gesundheitsfachberufen in Sachsen. Hauptaufgaben in einem weiteren Schritt liegen

  • auf dem Ausbau der vorhandenen Strukturen und Kooperationen in einer überregionalen Bündelungsfunktion,
  • auf der Vermittlung von notwendigem Fachwissen und
  • auf der Entwicklung von individuellen Lösungsstrategien, um bereits identifizierte und noch zu erwartende Problemlagen entgegenwirken zu können.

Weiterhin soll eine grundsätzliche Verbesserung der Abläufe des Anerkennungsprozesses ausländischer Gesundheitsfachkräfte bis hin zur Integration in den Arbeitsmarkt in Sachsen erreicht werden.

Aufgaben:

  • Zusammenarbeit mit und Vernetzung speziell zu Berufsfachschulen zur Etablierung von Qualifizierungsmaßnahmen
  • Hilfe beim Prozess der AZAV-Zertifizierung in den Schulen
  • Unterstützung bei der inhaltlichen Konzeption von Anpassungsmaßnahmen bzw. Vorbereitungskursen auf die Kenntnisprüfung
  • Prüfung von Finanzierungsoptionen je nach Bedarfs- und Auftragslage
  • Bedarfsabgleich in den Regionen und Abstimmung mit KSV und Arbeitgebenden
  • selbst erstellte (regionale) Übersichten für unterschiedliche Zielgruppen
  • Info- und Vernetzungsveranstaltungen
  • Sammlung, Auswertung und regionale Zusammenführung der auftretenden Fälle in den Gesundheitsfachberufen in Sachsen
  • Fachaustausch und kollegiale Fallbearbeitung im Zusammenspiel mit Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV), Ausländerbehörden (ABH), Kommunaler Sozialverband (KSV) als zuständige Stelle und den Arbeitgebenden, Fallbegleitung zur Prozessdokumentation
  • Koordination und Vernetzung aller am Prozess beteiligten Stellen (Zuständige Stelle, Arbeitsverwaltung, Arbeitgebende, Beratungseinrichtungen, Kliniken, Berufsverbünde etc.) durch Veranstaltungen, Workshops und individuelle Beratungsgespräche
  • Initiierung und Moderation der Klärungsprozesse (individuell, thematisch, regional)
  • Praktisch fundierte Vorschläge für Strukturveränderungen an Gesetzgeber bzw. Verantwortliche des Verwaltungsvollzuges

Aufbauend darauf leiten sich folgende Aufgaben ab:

  • Entwicklung von individuellen Konzepten für Anpassungsmaßnahmen mit dauerhaft zu erwartenden geringen Teilnehmendenzahlen (<5)
  • Entwicklung von individuellen Finanzierungsmodellen für Anpassungsmaßnahmen mit dauerhaft zu erwartenden geringen Teilnehmendenzahlen (<5)
  • Gewinnung von Anbietern für Anpassungsmaßnahmen mit geringen Teilnehmendenzahlen
  • regelmäßige Schulungen und Informationsveranstaltungen zum Themenkomplex Anerkennung und Qualifizierung, unter anderem gemeinsam mit fachlich passenden Kooperationspartnern
  • Unterstützung von Trägern der Gesundheitsbranche bei der Umsetzung von Rekrutierungsbestrebungen für die Gesundheitsfachberufe
  • Ausbau der Kommunikationsstrukturen und Zusammenarbeit mit den Berufsfachschulen für Gesundheitsfachberufe außerhalb der Pflege
  • Unterstützung bei der Umsetzung der Fachsprachenprüfung Pflege in Sachsen
  • Erfassung fachlicher Entwicklungen sowohl in Sachsen als auch im Bundesgebiet, bspw. rund um die Deutsche Fachkräfteagentur für Gesundheits- und Pflegeberufe (DeFa) sowie das Deutschen Kompetenzzentrum für internationale Fachkräfte in den Gesundheits- und Pflegeberufen (DKF)
  • Bestrebung der Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Fachkräftesicherung und Gute Arbeit (ZEFAS) sowie der Zentralen Servicestelle Berufsanerkennung (ZSBA)

Einzubindende Akteure und Kooperationspartner:

  • Fachinformationszentren Zuwanderung in Dresden, Leipzig und Chemnitz (inkl. Agenturen für Arbeit, Jobcenter, Stadt)
  • IBAS Informations- und Beratungsstelle Arbeitsmarkt Dresden, Leipzig, Chemnitz und
  • weitere IQ-Akteure wie Koordinierungsgremium der Stadt Leipzig, Qualifizierungsbegleitung Sächsischer Flüchtlingsrat e.V. Chemnitz, Qualifizierungsbegleitung Deutsche Angestellten-Akademie Leipzig
  • Initiativen wie Lenkungsausschuss Fachkräftesicherung der Landeshauptstadt Dresden, Welcome Center Dresden, Projekte der Fachkräfteallianzen, Welcome Center Erzgebirge, Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V., Landratsamt Plauen und Bautzen
  • Kommunaler Sozialverband Sachsen KSV, Landesamt für Schule und Bildung Sachsen, Landesdirektion Sachsen, Sächsische Landesapothekerkammer
  • Agenturen für Arbeit, Jobcenter, Internationaler Personalservice Sachsen der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Sachsen
  • Pflegenetzwerke
  • Unternehmen
  • Bildungsinstitutionen
  • usw.

Laufzeit: seit 16.10.2019
Projektträger: EXIS Europa e.V.
Ansprechpartnerin: Nicole Röder, Koordinatorin
E-Mail: roeder(at)exis(dot)de, Tel.: 03 71 / 33 47 76 81
Büro: Fachinformationszentrum Zuwanderung Chemnitz, Annaberger Str. 105, 09120 Chemnitz

„Koordination der beruflichen Anerkennung von ausländischen Gesundheitsfachkräften im Freistaat Sachsen“ im Rahmen der Richtlinie „Heilberufe“ des Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz.

Die Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln aus Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.